Photovoltaikförderung im Vermittlungsausschuss
Der Bundesrat hat die Änderung der PV-Förderung vorerst gestoppt – © Bundesrat
Die von den Bundesministern Rösler und Röttgen angeregte Änderung der Photovoltaik-Förderung wurde in der Solarbranche und der Politik heftig debattiert. Trotz teilweise massiver Kritik hat der Bundestag die Gesetzesvorlage am 29. März. 2012 abgesegnet.
Am Freitag, den 11. Mai 2012, hat nun der Bundesrat den Gesetzwerdungsprozess überraschend noch einmal angehalten. Der Gesetzesentwurf zur Solarstrom-Förderung wurde an den Vermittlungsausschuss weitergereicht und soll grundlegend überarbeitet werden (externe Links öffnen sich in neuem Fenster).
Aber welche Änderungen schlägt der Bundesrat vor, wie wahrscheinlich ist es, dass sie umgesetzt werden – und was bedeutet die Anrufung des Vermittlungsausschusses für Photovoltaik-Bauherrn?
Photovoltaik-Förderung: Zurück an den Verhandlungstisch
Die geplante Neufassung der Photovoltaik-Förderung wurde erstmals am 23. Februar dieses Jahres vorgestellt. Neben einer erheblichen Einmalkürzung der Einspeisevergütung sieht sie z.B. auch einen Vermarktungszwang für einen Teil des selbsterzeugten Solarstroms (Marktintegrationsmodell) sowie eine markante Verlangsamung des Photovoltaik-Zubaus vor (vgl. dazu den Artikel “PV-Förderung neu justiert”).
Der Gesetzesentwurf, der von Beginn an heftig in der Kritik stand und der nach dem Inkrafttreten rückwirkend ab dem 1. April 2012 gelten soll, ist nun aber vorerst an der letzten Hürde, dem Bundesrat, gescheitert. Die Länderkammer fordert in ihrem Beschluss (PDF) eine grundlegende Überarbeitung.
Die geforderten Änderungen
Mit einer unerwartet deutlichen Mehrheit von 48 der 69 Stimmen – und damit auch mit den Stimmen CDU-regierter Ländern wie Thüringen und Sachsen –, beschloss der Bundesrat am 11. Mai 2012 die Anrufung des Vermittlungsausschusses. Die Länderkammer fordert unter anderem:
- eine teilweise Rücknahme der Einspeisevergütungs-Kürzungen,
- eine Korrektur der PV-Zubaubegrenzung (Atmender Deckel),
- die Streichung des Marktintegrationsmodells, das die vergütete Solarstrommenge auf 80% bzw. 90% begrenzt,
- eine Rückkehr zu den bisherigen Vergütungsklassen (PV-Anlagen bis 30 kWp, bis 100 kWp, bis 1 MWp und über 1 MWp)
- und sinnvolle Regelungen zur besseren Integration des Solastroms ins Stromnetz.
Die Änderungsvorschläge des Bundesrates decken sich weitgehend mit den Forderungen der Solarbranche-Vertreter. Beide Seiten fordern besonders nachdrücklich Nachbesserungen in der bisherigen Vergütungsklasse zwischen 10 und 100 kWp und die Streichung des Marktintegrationsmodells.
Gestützt werden diese Vorschläge zudem auch von den Empfehlungen des Umwelt- und des Wirtschaftsauschusses. Letzterer schlägt überdies vor, den Geltungsbeginn des PV-Förderungsgesetzes vom 1. April auf den 1. Juni 2012 zu verschieben.
Der weitere Ablauf

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Die Bundesregierung hat massive Kürzungen der Einspeisevergütung geplant - © BSW
Die Anrufung des Vermittlungsausschusses hat den Ausgleich der Positionen des Bundesrats und des Bundestags zum Ziel.
Gelangen Länder und Bundesregierung bzw. der zuständige Bundesumweltminister Röttgen zu keinem Kompromiss, kann der Bundesrat gegen die bisherige Gesetzesvorlage noch Einspruch einlegen; aufhalten könnte er das Gesetz aber letztendlich nicht, da der Bundestag diesen Einspruch mit einer einfachen Mehrheit überstimmen kann.
Obwohl eine Änderung des EEG nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf, scheint es derzeit eher unwahrscheinlich, dass der Gesetzesentwurf zur Photovoltaikförderung in der bisherigen Form “durchgedrückt” wird.
Zum einen ist die Front gegen die Änderungen an der Photovoltaik-Förderung sehr breit und wird auch von Teilen der CDU/CSU getragen. Zum anderen hat die gestrige Wahlniederlage Röttgens in Nordrhein-Westfahlen die Verhandlungsposition des Ministers nicht gerade gestärkt. Viele Branchenkenner gehen deshalb von erheblichen Änderungen an der bisherigen Gesetzesvorlage aus.
Wie lange es dauern wird, bis sich Bundesrat und Bundesregierung auf eine neue Gesetzesvorlage einigen können, ist gegenwärtig schwer abzuschätzen. Vertreter der Photovoltaik-Branche befürchten weitere monatelange Verhandlungen. Bundesminister Röttgen hat am vergangenen Freitag aber angekündigt:
dass er im Sinne der Planungs- und Investitionssicherheit eine rasche Lösung mit den Ländern anstrebe.
Was heißt das für PV-Bauherrn?
Zwar ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar, ob sich am Gesetzesentwurf zur Photovoltaikförderung etwas ändern wird und wann das Gesetz schließlich in Kraft tritt. Wahrscheinlich ist aber die Streichung bzw. die deutliche Änderung des Marktintegrationsmodells und eine geringere Kürzung der Einspeisevergütung für PV-Anlagen zwischen 10 und 100 kWp – was eine Verbesserung der Situation für PV-Bauherren mit sich bringen wird.
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist der bisherige Gesetzesentwurf zur Photovoltaikförderung das anzunehmenderweise PV-feindlichste Szenario. Wie wir in unseren Berechnungsbeispielen – etwa im Artikel “Lohnt sich die Photovoltaik?” oder “Eigenverbrauch” – gezeigt haben, lohnt sich die Photovoltaik auch unter diesen Voraussetzungen. Diese werden sich durch die anstehenden Verhandlungen voraussichtlich eher verbessern als weiter verschlechtern. Wann immer also die endgültigen Regelungen zur neuen Photovoltaik-Förderung feststehen – für PV-Bauherrn wird sich die Photovoltaik auch dann – und erst recht – lohnen.

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Photovoltaikförderung wird neu verhandelt
Der Bundesrat lehnte heute die EEG-Novelle zur Solarförderung ab – sie muss neu verhandelt werden
Am Freitag, 11. Mai 2012, hat der Bundesrat beschlossen, die Novelle zur Photovoltaik-Förderung an den Vermittlungsausschuss zu übergeben.
Die Vertreter des Bundesrates haben damit die am 29. März 2012 mit den Stimmen der Regierungsparteien angenommenen Änderungen zur Photovoltaikförderung abgelehnt. Die beschlossene Kürzung der Einspeisevergütung und andere weitreichende Änderungen der Solarförderung müssen demnach noch einmal verhandelt werden.
Um PV-Bauherren das Mindestmaß an Planungs-Sicherheit zu vermitteln, das notwendig ist, gehen unsere sämtlichen Berechnungen auf Rechner Photovoltaik (z.B. unter Lohnt sich Photovoltaik?) von dem Gesetzesentwurf zur Photovoltaik-Förderung von Bundesumweltminister Röttgen und Bundeswirtschaftsminister Rösler aus – also vom “schlimmsten Fall” der geringsten PV-Rendite. Es darf mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erwartet werden, dass die Verhandlungen den bereits vom Bundestag abgesegneten Minister-Entwurf nicht unterschreiten: Falls im weiteren Gang des Gesetzgebungsverfahrens Änderungen an der geplanten Novelle angebracht werden, sind dies Änderungen zu einer Besserstellung von Photovoltaik-Betreibern. Hierdurch sind Sie durch unsere Beispiele, Berechnungen und Informationsangebote auf jeden Fall auf der sicheren Seite.
Gleichwohl lohnt die Photovoltaik auf dem eigenen Dach sich bereits unter diesen Bedingungen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz am 23. Februar 2012 hatten sie ihre Pläne zu einer raschen und massiven Kürzung der Einspeisevergütung vorgestellt. Die kurzfristigen Änderungen lösten einen Proteststurm der gesamten Solarbranche aus, die sich seither teils mit massiven Umsatzeinbußen und zahlreichen Entlassungen konfrontiert sieht (externe Links öffnen sich in neuem Fenster).
Die Bemühungen der Photovoltaik-Branche, die Novellierung der Solarförderung in wichtigen Punkten abzuschwächen, können nun mit der Anrufung des Vermittlungsausschusses einen ersten, unverhofften Erfolg verbuchen.
Wann die Verhandlungen im Vermittlungsausschuss beginnen und wann PV-Bauherrn mit einer verbindlichen Gesetzesnovelle rechnen dürfen, ist zur Stunden noch nicht bekannt. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

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Photovoltaik in Bremen
Das Bremer Rathaus – Sinnbild der hanseatisch-republikanischen Gesinnung Bremens
“Draußen und drinnen – wagen und gewinnen” – so lautete einst der Wahlspruch der Bremer Kaufleute. Diesem Motto getreu hat Bremen den Klimaschutz und den Ausbau regenerativer Energien wie der Photovoltaik bereits Mitte der 1990er selbst in die Hand genommen.
Im “Klimaschutz- und Energieprogramm 2020 (KEP)” (externe Links öffnen sich in neuem Fenster) aus dem Jahr 2009 setzte sich die Hansestadt das Ziel, bis 2020 den Kohlendioxid-Ausstoß um 40% zu verringern. Zentrale Eckpunkte des Programms sind:
- die Verbesserung der Gebäude-Energieeffizienz,
- die Nutzung der Abwärme bzw. der Kraft-Wärme-Kopplung,
- der Ausbau des öffentlichen Verkehrs
- und insbesondere der weitere Ausbau der Photovoltaik, der Windenergie und der Wasserkraft.
Bremer Bürgern, die auf Ihrem Dach eine Photovoltaikanlage errichten möchten, empfehlen wir unseren individuellen und kostenlosen Vergleich von Photovoltaik-Angeboten aus der Bremer Region – von Solarteuren, die mit den regionalen Bestimmungen, den Förderdetails, den Preisen und den Finanzierungsmöglichkeiten vor Ort bestens vertraut sind.
Stadt Bremen

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Die Solarstromanlage auf dem Bremer Weser-Stadion hat eine Leistung von 1,2 MWp - Quelle EWE
Bremen, mit rund 550.000 Einwohnern die zehntgrößte Stadt Deutschlands, ist eine der wichtigsten wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Metropolen Norddeutschlands.
Erstmals im 8. nachchristlichen Jahrhundert erwähnt, wurde Bremen 1186 von Friedrich Barbarossa zur Reichsstadt ernannt. 1260 trat die Stadt an der Weser der Hanse bei und läutete so ihren rasanten wirtschaftlichen Aufschwung ein.
Dieses Datum ist zudem auch die Geburtsstunde der hanseatisch-republikanischen Gesinnung, die Bremen bis in die Gegenwart prägt.
Heute ist Bremen eine Drehscheiben der internationalen Frachtschifffahrt, Standort großer Niederlassungen weltweit erfolgreicher Konzerne (z.B. der Daimler Chrysler AG oder der Airbus-Mutter EADS) und ein Zentrum für Forschung und Wissenschaft, nicht zuletzt auch im Bereich der Photovoltaik.
Bremen: Photovoltaik-Forschung und -Wirtschaft
In Bremen wurde 1996 das erste Landesenergieprogramm zum Schutz des Klimas verabschiedet. Ein Jahr später riefen Bremer Stadtpolitiker und Unternehmer die Klimaschutzagentur “Bremer Energie-Konsens” ins Leben und im Jahr 2005 erfolgte der Start für die Bremer Solardachbörse.
Dank dieser Anstrengungen konnten sich in der Branche der Erneuerbaren Energien und der Photovoltaik in Bremen bis heute rund 180 Unternehmen etablieren. Einen besonderen Namen hat sich Bremen zudem als Forschungszentrum im Bereich der Photovoltaik gemacht. Stellvertretend sind hier etwa das IFAM, das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung, der Fachbereich Produktionstechnik an der Universität Bremen zu nennen.
Bremer Photovoltaik in Zahlen
Mit rund 1.630 Sonnenstunden bietet Bremen ausgezeichnete Voraussetzungen, um eine Photovoltaik-Anlage gewinnbringend zu betreiben:
- Die mittlere Globalstrahlung beträgt in Bremen jährlich etwa 1.025 kWh/m²,
- der durchschnittliche Solarstrom-Ertrag liegt bei ca. 880 kWh pro kWp und Jahr. (Dachfläche direkte nach Süden ausgerichtet, Dachneigung 30°).
2011 deckte Bremen seinen Strombedarf zu 7% aus regenerativen Energiequellen, auf die Photovoltaik entfielen davon 4,1%.
Insgesamt waren in Bremen Ende 2011 rund 1.200 Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von ca. 19.500 KWp installiert. Seit 2005 hat sich damit die Anlagenzahl vervierfacht und die installierte PV-Leistung verzehnfacht. Neben den mehr als 800 kleinen und mittelgroßen privaten Aufdachanlagen sind in der Hansestadt auch mehrere große Photovoltaik-Kraftwerke in Betrieb – auf der Bremer Messehalle bspw., dem Großmarkt oder dem Weser-Stadion, der Heimstädte des Bundesligaclubs Werder-Bremen.
Photovoltaik – regionale Förderungen
Auf Bundesebenen wird die Photovoltaik über das Erneuerbare-Energien-Gesetz und die darin verankerte Einspeisevergütung bzw. über günstige Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert.
Auf Landes- bzw. Stadtebene gibt es in Bremen derzeit keine ergänzenden finanziellen Förderungen – der Betrieb einer PV-Anlage lohnt sich aber auch ohne sie.

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Solarmodule Preise: Entwicklung
Die Preise von Solarmodulen sind ein entscheidender Faktor für die PV-Rendite
Wer sich für die Kosten einer Photovoltaikanlage interessiert, der kommt um das Schlagwort Solarmodule Preise nicht umhin:
Zum einen entfallen rund 40-50% der gesamten Anlagenkosten auf die PV-Module, die das Sonnenlicht in Strom umwandeln. Zum anderen ist der Preis der Solarmodule über den Anlagenpreis nicht unwesentlich mit dafür verantwortlich, wie hoch die Rendite einer Solarstromanlage ausfällt.
Für PV-Bauherrn in spe ist die Frage, wie viel Solarmodule kosten, daher von großer Bedeutung.
Aber wie hoch sind die Preise für Solarmodule gegenwärtig, wie können PV-Bauherrn in ihrer Region die besten Module finden – und wie steht es um das Verhältnis von Solarmodulkosten und Einspeisevergütung?
Solarmodule Preise – Und sie sinken weiter
Die Solarmodule sind neben dem Wechselrichter, der den erzeugten Gleichstrom in haushaltstauglichen Wechselstrom umwandelt, die wichtigsten Komponenten einer Photovoltaik-Anlage. Bei kleinen und mittelgroßen Aufdachanlagen werden entweder Module auf Basis von kristallinen Solarzellen oder seltener auch Dünnschicht-Solarzellen verbaut.
Die beiden Modultypen unterscheiden sich dabei nicht nur in ihren Eigenschaften – so sind z.B. kristalline Solarmodule gegenwärtig deutlich effizienter und platzsparender –, sondern auch in ihrem Preis.
Solarmodul-Preise am internationalen Spotmarkt pvXchange – Stand März 2012 (externe Links öffnen sich in neuem Fenster):
| Kristalline Solarmodule | |
|---|---|
| Land der Herstellung | Preise [€/Wp] |
| Deutschland | 1,02 |
| Japan | 1,00 |
| China | 0,74 |
| Dünnschicht-Module | |
|---|---|
| Dünnschicht-Technologie | Preise [€/Wp] |
| CdS/CdTe | 0,61 |
| amorphes Silizium | 0,57 |
| mikrokristallines Silizium | 0,71 |
Photovoltaik lohnt sich: TÜV-Rheinland
Die Photovoltaik lohnt sich auch 2012 und verspricht eine hohe Rendite
Die Photovoltaik lohnt sich auch 2012: Bei einem Eigenverbrauchsanteil von gut 40% und idealen Rahmenbedingungen können Anlagenbetreiber mit einer kleinen Aufdachanlage weiterhin sogar zweistellige Renditen erwirtschaften.
Auf Grund der neuen PV-Förderung muss die Photovoltaik-Anlage aber noch zuverlässiger jenen Ertrag liefern, der bei der Planung errechnet wurde.
Entscheidend sind dabei die verbauten Solarmodule: Sie müssen garantiert die vom Hersteller versprochene Leistung erbringen – ein Kriterium, das aber für Photovoltaik-Betreiber nicht ohne weiteres überprüfbar ist.
Abhilfe kann hier ein Qualitätskontrollprogramm namens “Power Controlled” schaffen, das der TÜV Rheinland seit 2 Jahren betreibt und das sich speziell mit der Zuverlässigkeit der Leistungsangabe von Solarmodulen auseinandersetzt.
Nach welchen Kriterien die Module kontrolliert werden und wie das “Power Controlled”-Zertifikat Anlagenbetreibern helfen kann, die PV-Rendite langfristig abzusichern, wollen wir hier erörtern.
Photovoltaik lohnt sich – der TÜV Rheinland kontrolliert
Die Photovoltaik lohnt sich nach wie vor – eine Tatsache, die angesichts der am 29. März 2012 beschlossenen Kürzungen der Photovoltaik-Förderung nicht oft genug betont werden kann. Die Photovoltaik-Rendite hängt nämlich nicht nur von der Höhe der gewährten Einspeisevergütung ab, sondern im besonderen auch von den folgenden vier Einflussfaktoren:
- den Kosten der Anlage,
- der Höhe des Eigenverbrauchs,
- der Art der Finanzierung (eigen- oder fremdfinanziert)
- und dem am Anlagenstandort erreichbaren Ertrag.
Die Photovoltaik lohnt sich dabei umso mehr, je niedriger die Anschaffungskosten der Photovoltaikanlage und je höher der Eigenverbrauch ist.
Die Basis für eine hohe Rendite ist und bleibt aber ein möglichst optimaler und konstanter Ertrag. Neben einer sorgfältigen Planung – sie soll bspw. ertragsmindernde Faktoren wie eine starke Verschattungen aussortieren – sind dafür insbesondere Solarmodule notwendig, deren Leistung nicht hinter den Angaben der Modulhersteller zurückbleibt.
Gerade die Zuverlässigkeit der Herstellerangaben ist aber für PV-Bauherrn kaum zu kontrollieren. Das vom TÜV Rheinland initiierte Qualitätsprüfungsprogramm “Power Controlled” soll dieses Manko beheben (externe Links öffnen sich in neuem Fenster).
Die “Power Controlled”-Zertifizierung
Prüfingeneure des TÜV Rheinland bei der Spektralmessung eines Solarmoduls – © TÜV Rheinland Group
Die Voraussetzung für die “Power Controlled”-Zertifizierung ist zunächst, dass die jeweiligen Module über ein gültiges IEC 61215 und IEC 61730 Zertifikat verfügen. Mit dem IEC 61215 Zertifikat wird die Widerstandsfähigkeit eines Solarmoduls gegenüber Umweltweinflüssen – Sonnenlicht, Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit und mechanische Belastungen (Wind, Schnee, Hagel) – überprüft.
Im Rahmen der Vergabe des IEC 61730 Siegels stehen die elektrische und mechanische Betriebssicherheit der Photovoltaik-Module auf dem Prüfstand.
Solarmodule, die diese Kontrollen erfolgreich bestanden haben, werden dann in zwei weiteren Prüfschritten genauer unter die Lupe genommen. Dabei steht die Zuverlässigkeit des Produktionsprozesses, des Produkts und der Leistungsangaben im Mittelpunkt:
Prüfprozess und erlaubte Mess- bzw. Leistungstoleranzen
Einmal jährlich inspiziert der TÜV Rheinland den Produktionsprozess der Hersteller mit besonderem Augenmerk auf die herstellereigene Leistungsmessung. Die Experten überprüfen dabei, ob die Kontrollmessungen zur Modulqualität mit den Messungen des TÜV übereinstimmen. Damit der Produktionsprozess den Richtlinien der Power Controlled”-Zertifizierung genügt, darf die vom Modulhersteller gemessene Leistung durchschnittlich um nicht mehr als 2% von der TÜV-Messung abweichen.
Die Leistung der produzierten Solarmodule kontrollieren die Prüfer hingegen vierteljährlich, wobei die Module zufällig ausgewählt und anschließend in einem der sieben weltweiten Testlabore genau vermessen werden. Die Prüfrichtlinien der “Power Controlled”-Zertifizierung schreiben auch hier strenge Toleranzwerte vor: Die Leistung des Prüfmoduls darf die auf dem Typenschild angegebene Leistung im Durchschnitt um höchstens 1,5% unterschreiten.
Am Ende dieses langwierigen und akribischen Prüfverfahrens bleiben nur jene Hersteller und Module über, die höchsten Ansprüchen genügen, wie der TÜV Rheinland bestätigt:
Seit zwei Jahren prüfen wir Module nach diesem Testprozedere. Bestehen können hier nur Hersteller, die eine gleichbleibend gute Qualität in der Produktion umsetzen können.
Photovoltaik lohnt sich – “Power Controlled”-Zertifizierung gibt Sicherheit
In Anbetracht der neuen PV-Förderung ist das vom TÜV Rheinland vergebene “Power Controlled”-Zertifikat für Anlagenbetreiber eine besonders wertvolle Orientierungshilfe geworden, mit der durch eine fundierte Modulwahl die PV-Rendite langfristig abgesichert werden kann.
Zwar sind Module dieser Qualität bei der Anschaffung meist ein wenig teurerer, sie machen sich aber im Laufe des Betriebs mehr als bezahlt – und die Photovoltaik lohnt sich langfristig und sicher.

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Photovoltaik in Leipzig
Das Völkerschlachtdenkmal – eines der vielen weltbekannten Wahrzeichen Leipzigs
Leipzig, die Stadt des Buches, der Messen und der Musik, engagiert sich seit den frühen 1990er Jahren intensiv und erfolgreich für den Klimaschutz. Um das gesamte Klimaschutzpotential auszuschöpfen, will die Stadt in den kommenden Jahren vor allem die Photovoltaik weiter ausbauen.
In dem im Sommer 2011 veröffentlichten Klimaschutzkonzept der Stadt (externe Links öffnen sich in neuem Fenster) sind für den Ausbau der Photovoltaik deshalb zahlreiche konkrete Maßnahmen vorgestellt worden, so etwa:
- die Erstellung eines Solarkatasters für Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen,
- die Ausgabe von Mustergestattungsverträgen für Bürgersolaranlagen
- und der Kauf bzw. der Bau von regenerativen Energieerzeugungsanlagen.
Dank der Förderung der Photovoltaik ist in und um Leipzig die Zahl der Unternehmen aus den unterschiedlichsten Sparten der Solarwirtschaft besonders hoch, nicht zuletzt etwa im über Deutschlands Grenzen hinaus bekannten “Solarvalley” nahe des Flughafens Leipzig-Halle.
Leipziger Bürgern, die an den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach denken, wollen wir unseren kostenlosen Vergleich von Photovoltaik-Angeboten aus der Leipziger Region empfehlen – von Solarteuren, die mit den regionalen Bestimmungen, den Förderdetails, Preisen und Finanzierungsmöglichkeiten vor Ort genauestens vertraut sind.
Stadt Leipzig
Leipzig ist mit seinen mehr als 520.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Sachsens und neben Dresden das bedeutendsten Verwaltungs-, Kultur- und Wirtschaftszentrum Ostdeutschlands.
Groß geworden ist die Stadt am Zusammenfluss von Parthe, Pleiße und Weißer Elster im Zuge der Deutschen Ostsiedlung während des Hochmittelalters. Um die Mitte des 12. Jahrhunderts mit dem Stadtrecht ausgestattet, entwickelte sich Leipzig rasch zu einer Messe-, Handels- und Verlagsmetropole, die zudem die zweitälteste Universität und die erste Musikhochschule Deutschlands beheimatet.
Heute ist Leipzig als Teil der Metropolregion Mitteldeutschland und der Initiative “Solarvalley” auch ein wichtiges Zentrum der Solar- und erneuerbaren Energiewirtschaft.
Photovoltaik – Leipziger Wirtschaft und Forschung

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Zahlreiche große Photovoltaik-Parks säumen die nähere Umgebung Leipzigs - © juwi
Die Leipziger Stadtverwaltung und die Leipziger Bürger treiben seit 1992 aktiv den Klimaschutz voran und wurden für ihre Bemühungen im Jahr 2011 mit dem European Energy Award® geehrt.
Das umweltfreundliche Klima der Stadt hat zahlreiche Photovoltaik-Unternehmen angelockt bzw. entstehen lassen, darunter bspw. PV- und Solaranlagenbauer wie die SMP Solartechnik GmbH oder Dünnschicht-Solarzellenhersteller wie die Solarion AG. Insgesamt sind in der Metropolregion Mitteldeutschland 11.000 Mitarbeiter direkt in Photovoltaik-Unternehmen beschäftigt.
Leipzig ist aber auch für die Photovoltaik-Forschung ein gutes Pflaster. In Einrichtungen wie der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) oder der Uni Leipzig wird an den Zukunftstechnologien der Photovoltaik geforscht, so etwa an speziellen Herstellungsverfahren für Solarzellen aus Nanodrähten.
Nicht nur für die Photovoltaik, sondern für die gesamte Stromgewinnung von überregionaler Bedeutung ist schließlich die Leipziger Energie- und Strombörse, die EEX Leipzig. Sie bestimmt die Großhandelsstrompreise für Deutschland, Österreich, Frankreich und die Schweiz.
Leipziger Photovoltaik in Zahlen
Mit seinen rund 1.500 Sonnenstunden im Jahr ist Leipzig ein sehr guter Boden, um mit Hilfe der Photovoltaik Strom zu erzeugen:
- Die mittlere Globalstrahlung liegt bei rund 1.115 kWh/m² pro Jahr und
- der durchschnittliche Photovoltaik-Ertrag bei etwa 955 kWh/kWp p.a. (Dachneigung 30°, Dachfläche direkte nach Süden ausgerichtet).
Leipzig erzeugte im Jahr 2010 20% des eigenen Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energiequellen, rund 0,4% davon mit Hilfe der Photovoltaik.
Im Leipziger Stadtgebiet sind heute (Stand Mitte April 2012) PV-Anlagen mit einer Leistung von gut 12.600 kWp installiert. Nicht eingerechnet sind darin die zahlreichen Solarstromkraftwerke in der unmittelbaren Umgebung Leipzigs, z.B. das 2004 eingeweihte Solarkraftwerk Espenhain (5 MWp) oder der 2010 fertiggestellte Energiepark Waldpolenz in Brandis – mit 52 MWp Leistung derzeit eines der größten Solarkraftwerke der Welt.
Photovoltaik – regionale Förderungen
Der Bund fördert die Photovoltaik über die Einspeisevergütung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und über die niedrig verzinsten Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Die Errichtung von Solarstromanlagen wird in Sachsen aber auch auf Landesebene gefördert: So gibt es für Unternehmer, Landwirte und Bürgersolarkraftwerksbetreiber Förderdarlehen der Sächsischen Aufbaubank.

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Photovoltaik Versicherung: Kriterien
Die richtige Photovoltaik-Versicherung trägt die Rendite der PV-Anlage auf Händen
Photovoltaikanlagen versprechen nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell eine hohe Rendite – gut abgesichert ist diese aber erst mit einer Photovoltaik-Versicherung.
Die Investition in eine Solarstromanlage ist zwar durch die staatlich garantierte Einspeisevergütung eine sehr sichere langfristige Geldanlage; die Sicherheit lässt sich aber mit einer Photovoltaik-Versicherung noch erhöhen:
Ein Tierverbiss an einem Kabel oder andere Beschädigungen können Reparaturarbeiten notwendig machen und – in seltenen Fällen – sogar einen vorübergehenden Ertragsausfall bedeuten. Gegen diese und andere Risiken kann man sich als Anlagenbetreiber jedoch mit einer Solarversicherung ideal und preiswert schützen.
Die Kosten der PV-Versicherung belaufen sich p.a. auf etwa 0,3-0,8% des Anlagenkaufpreises. In unseren Berechnungsbeispielen zur PV-Rendite haben wir die Solarversicherungskosten mit 0,5% angesetzt.
Welche Photovoltaik Versicherung ist für die eigene Photovoltaikanlage die passende und wann soll die Versicherung abgeschlossen werden?
Photovoltaik Versicherung als Rendite-Rettungsschirm
Bei der Suche nach der geeigneten Photovoltaik-Versicherung können Bauherrn in Deutschland aus dem Vollen schöpfen. Ein Ende März 2012 durchgeführter Vergleichstest des Verbrauchermagazins Öko-Test hat gezeigt, dass die meisten Photovoltaik-Versicherungen in puncto Qualität überzeugen können (externe Links öffnen sich in neuem Fenster).
Doch zählt bei einer Photovoltaikversicherung nicht nur die Qualität und der Preis, wichtig ist auch der richtige Versicherungstyp. Die Solarversicherung gibt es dabei in den Grundformen:
- Montageversicherung,
- Allgefahrenversicherung (Schadens- und Ertragsausfallversicherung)
- und Betreiberhaftpflicht-Versicherung.
Die Montageversicherung deckt die Risiken im Zuge der Montage der Photovoltaikanlage ab, bei der bspw. Solarmodule zu Bruch gehen oder gestohlen werden können.
Die Allgefahren-Versicherung umfasst indes Beschädigungen, die etwa durch Brand und Blitzschlag, Sturm und Hagel oder zu hohe Schneelasten verursacht werden können. Versichert sind zudem auch Schäden durch den fahrlässigen Betrieb, Überspannungen, Diebstahl und höhere Gewalt. In den meisten Allgefahrendeckungen ist heute auch eine Ertragsausfallversicherung eingeschlossen, die einspringt, wenn die PV-Anlage vorübergehend keinen Ertrag liefert (je nach Versicherer beträgt die versicherte Ausfallszeit zwischen 3 und 12 Monate).
Die Betreiberhaftpflichtversicherung schützt Betreiber schließlich vor Haftungsansprüchen Dritter, die durch den Betrieb der PV-Anlage, bspw. durch ein vom Sturm aus der Verankerung gerissenes PV-Modul, entstehen können.
Art, Zeitpunkt und Dauer der Photovoltaik-Versicherung
Nicht jeder Anlagenbetreiber benötigt aber jede genannte Photovoltaik-Versicherung. Welche Solarversicherung die richtige ist, zu welchem Zeitpunkt und für welchen Zeitraum sie abgeschlossen werden soll, hängt vor allem davon ab, wer die Anlagenkomponenten kauft und wer die Photovoltaik-Anlage montiert.
Fall 1: Kauft und montiert der Bauherr die Komponenten selbst (bzw. lässt er sie von einem Solarteur installieren), dann empfehlen sich zu den nachstehenden Terminen die folgenden Photovoltaik-Versicherungen:
| Versicherungsart | Beginn und Dauer der PV-Versicherung |
|---|---|
| Montageversicherung | Montagebeginn bis Montagende bzw. Inbetriebnahme der Anlage |
| Allgefahrenversicherung | Ab Lieferung der Komponenten bis zum Abbau der Anlage |
| Betreiberhaftpflicht-Versicherung | Baubeginn bis Anlagendeinstallation |
Fall 2: Vergibt der Bauherr die Errichtung seiner Photovoltaik-Anlage hingegen zur Gänze an ein Solarunternehmen, benötigt er nur die Allgefahren- und die Betreiberhaftpflicht-Versicherung.
| Versicherungsart | Beginn und Dauer der PV-Versicherung |
|---|---|
| Allgefahrenversicherung | Vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme bis zum Abbau der Anlage |
| Betreiberhaftpflicht-Versicherung | Baubeginn bis Anlagendeinstallation |
Im Falle des Eigenkaufs bzw. der Eigenmontage ist drauf zu achten, dass die Allgefahrenversicherung bereits ab dem Liefertermin der Anlagenkomponenten gilt, da der Bauherr bei einem Diebstahl selbst haftet.
Wie unter den Gesichtspunkten Sicherheit und Zuverlässigkeit ist aber auch unter dem Versicherungsaspekt die Montage der PV-Anlage durch einen Fachbetrieb zu empfehlen. Der Bauherr erspart sich die Montageversicherung, die als Einmalversicherung rund 80 € kostet, und erhält bei verschiedenen Versicherern überdies einen Rabatt auf die Versicherungsprämie.
Wohngebäude- oder Photovoltaik-Versicherung
Den besten Schutz für die Investition bietet die Photovoltaik-Versicherung
Alternativ zu den verschiedenen Photovoltaikversicherungen können Anlagenbetreiber ihre Photovoltaikanlage auch im Rahmen der Wohngebäudeversicherung versichern. Ob diese Variante vorzuziehen ist, beurteilen Versicherungsexperten allerdings recht unterschiedlich.
Die Verbraucherzentrale Düsseldorf rät etwa zur Mitversicherung in der Gebäudeversicherung. Auf diese Weise sind die größten Risiken wie Blitz-, Hagel- oder Schneelastschäden abgedeckt und der Betreiber hat die Schadensrisiken für sein Gebäude in einer Versicherung zusammengefasst. Manche Versicherungsunternehmen – z.B. die Signal Iduna oder die AXA – bieten für diese Variante auch einen zusätzlichen Rabatt an.
In der Gebäudeversicherung ist allerdings der Diebstahl von Solarmodulen und der Ertragsausfall nicht inkludiert, weshalb etwa die Experten von Öko-Test und zahlreiche Versicherungsfachleute den Abschluss einer Photovoltaik-Versicherung empfehlen. Sie deckt das Ertragsausfalls- und Diebstahlrisiko und eröffnet dem Anlagebetreiber die Möglichkeit, die Versicherung gezielt auf die eigene Photovoltaik-Anlage und ihre Errichtungssituation abzustimmen.
PV-Versicherung – die bessere Wahl
Obwohl die Qualität der Photovoltaik-Versicherungen in Deutschland durch die Bank gut ist, sollten Bauherrn bei der Wahl der Versicherung sorgfältig vergleichen, etwa mit unserem PV-Versicherungsrechner online.
Wichtig ist dabei nicht nur der Preis und die Versicherungsleistung, sondern auch die Frage, ob die Photovoltaikanlage in Eigenregie montiert oder schlüsselfertig übernommen wird. Die Möglichkeit, die Versicherung und den Zeitpunkt des Abschlusses auf diese Aspekte abzustimmen, bietet allerdings nur die Photovoltaik-Versicherung. Sie ist für uns deshalb die beste Versicherungsform, um die Rendite der Photovoltaik-Anlage abzusichern.

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Dünnschicht-Solarzellen: Neueste Entwicklungen

Zum Vergrößern Grafik bitte anklicken! Die Schichten einer CIS-Dünnschicht-Solarzelle unter dem Raster-Elektronen-Mikroskop - © HZB
Dünnschicht-Solarzellen bestehen aus tausendstelmillimeter-dünnen Schichten eines Halbleitermaterials, das auf eine Trägerschicht aufgebracht wird. Gegenüber Wafer-Solarzellen, bei denen hundertstelmillimeter-dünne Scheiben aus Siliziumbarren geschnitten werden, haben sie mehrere Vorteile:
Ihre Herstellung verbraucht signifikant weniger Halbleitermaterial und Energie, weshalb sie sich in 1 bis 2 Jahren energetisch amortisieren – kristalline Solarzellen benötigen hingegen 3 bis 4,5 Jahre, um die in ihre Produktion investierte Energie zurückzugewinnen.
Zudem nutzen Dünnschichtzellen ein breiteres Spektrum der verfügbaren Sonnenergie, sind auf Grund der verschiedenen Trägermaterialien vielseitiger einsetzbar; und sie büßen auch bei Temperaturen jenseits der 25° kaum an Effizienz ein.
Trotz dieser Vorteile haben Dünnschicht-Solarzellen gegenwärtig mit rund 15% nur einen geringen Anteil am Solarzellenmarkt. Der Grund ist ihr einziger, entscheidender Nachteil: Der Wirkungsgrad von Dünnschicht-Solarzellen liegt deutlich unter dem von Wafer-Solarzellen.
Wie die Dünnschicht-Forschung dieses Manko auszumerzen sucht, wie sie die Produktionskosten weiter senken will – und wann die Neuentwicklungen aus den Forschungslabors auf Frei- und Dachflächen zu finden sein werden: Zur Orientierung stellen wir den aktuellen Stand der Entwicklung vor.
Dünnschicht-Solarzellen wieder auf dem Vormarsch
Die Technologie der Dünnschicht-Solarzellen durchlebte in den letzten fünf Jahren eine wechselvolle Entwicklung. Nachdem die Hersteller von kristallinen Solarmodulen die im Jahr 2007 sprunghaft ansteigende Nachfrage nicht decken konnten, wurden Dünnschichtzellen als große Zukunftstechnologie der Photovoltaik gehandelt (externe Links öffnen sich in neuem Fenster).
Als jedoch die erwartete Effizienzsteigerung ausblieb und die Hersteller von Dickschichtmodulen Anfang 2009 mit einer großen Stückzahl besonders günstiger und effizienter Module auf den Markt drängten, war der erste Aufschwung der Dünnschichtsolarzellen vorbei.
Von diesem Rückfall scheint sich die Branche aber jetzt erholt zu haben. Die Erfolgsmeldungen aus der Dünnschicht-Forschung häufen sich und lassen eine eindeutige Tendenz erkennen:
- Die Wirkungsgrade nähern sich schrittweise jenen der kristallinen Solarzellen an
- und die Produktionskosten sinken weiter.
Marktanalysten wie das Bonner Markforschungsunternehmen EuPD Research gehen deshalb davon aus, dass der Marktanteil der Dünnschicht-Solarzellen vor allem ab dem Jahre 2015 rasant wachsen und die Dünnschicht-Technologie der etablierten Silizium-Photovoltaik zunehmend Paroli bieten wird.
Neben den heute vorherrschenden Dünnschicht-Solarzellen aus Cadmium-Tellurid (CdTe) und amorphem Silizium (a-Si), an deren Weiterentwicklung ebenfalls intensiv geforscht wird, drängen aber zunehmend alternative Dünnschicht-Technologien auf den Markt.
CIS bzw. CIGS-Solarzellen

Zum Vergrößern Grafik bitte anklicken! Funktionsprinzip der vielversprechenden CIGS-Dünnschicht-Technologie - © HZB
Die sonnigsten Aussichten sagen Experten derzeit den CIGS-Solarzellen voraus, die aus einer Materialkombination von Kupfer, Indium, Gallium und Selen hergestellt werden. Mit einem Wirkungsgrad von 20,3% – im Juli 2010 aufgestellt vom “Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg” (ZWS) – führen sie nicht nur die Labor-Wirkungsgrad-Rangliste für Dünnschicht-Solarzellen an; mit ihnen sind Dünnschichtzellen auch erstmals in den Effizienzbereich aktueller kristalliner Solarzellen vorgedrungen.
Die Dünnschicht-Module, die das ZWS mit Partnern wie dem Systemhersteller Manz aus Reutlingen und dem Modulhersteller Würth Solar aus Schwäbisch Hall auf Basis dieser CIGS-Solarzellen fertigt, erreichen mit einem Modulwirkungsgrad von 14% derzeit auch den Höchstwert für Dünnschicht-Module in Serienproduktion.
Mit der Steigerung des Modul-Wirkungsgrades von 10 auf 14% ging auch eine Reduktion der Herstellungskosten um ca. 30% einher. Die Forscher sehen hier aber noch viel Verbesserungsspielraum: Mit dünneren Glas-Trägerschichten, günstigeren Beschichtungsmaterialien – es soll vor allem der Anteil der seltenen und teuren Elemente Gallium und Selen verringert werden – und neuen Verfahren wie der vakuumbasierten Beschichtung wollen sie die Materialkosten weiter verringern. Das Potential in diesem Bereich konnte die Manz AG bereits aufzeigen, indem sie die Modulherstellungskosten in ihrer Produktionslinie seit 2010 bspw. um 25% reduziert hat.
CIS- bzw. CIGS-Solarzellen können außerdem, wie Dünnschicht-Solarzellen aus amorphem Silizium, als Tandemzellen gefertigt werden. Tandemzellen bestehen aus mehreren Solarzellen, die einen jeweils anderen Wellenlängenbereich der elektromagnetischen Sonnenstrahlung abdecken und nutzen so die vorhandene Sonnenenergie noch effizienter aus.
Organische Dünnschicht-Solarzellen
Organische Dünnschicht-Solarzellen können sogar teiltransparent hergestellt werden – © Heliatek
Viel versprechen sich Forscher und Experten auch von Dünnschicht-Solarzellen aus organischen Halbleitern (Kohlenwasserstoff-Verbindungen). Sie können in einem einfachen und energie- wie ressourcensparenden Verfahren auf vielfältige, auch flexible Trägerschichten aufgedruckt werden. Mit einem Wirkungsgrad von bis zu 9,8% im Labor sind die organischen Dünnschicht-Solarzellen mittlerweile reif für die Massenfertigung (Stand: November 2011).
Der weltweite Technologieführer in diesem Segment, das deutsche Unternehmen Heliatek, hat Anfang März 2012 in Dresden die erste Produktionsanlage für Dünnschichtzellen aus organischen Halbleitern eingeweiht.
Mit den organischen Dünnschicht-Solarzellen zielen die Hersteller vor allem auf den Einsatz in der gebäudeintegrierten Photovoltaik ab, etwa mit teiltransparenten Folien auf Glasflächen oder in Form bunter Solarzellen, die als ästhetisches Gestaltungselement eingesetzt werden.
Silizium-Dünnschichtzellen
Auch im Bereich der Silizium-Dünnschichtsolarzellen schreitet die Entwicklung fort. Wissenschaftler des Fraunhofer ISE versuchen derzeit die hohen Wirkungsgrade der kristallinen Wafer-Solarzellen mit dem geringen Siliziumbedarf der Dünnschicht-Technologie in kristallinen Silizium-Dünnschicht-Solarzellen (KSD-Zellen) zu vereinen.
In anderen Forschungsabteilungen wie etwa an der Universität Duisburg-Essen oder der Universität Jena arbeiten Forscher hingegen an der Entwicklung von wenige Tausendstelmillimeter starken Dünnschichten aus Silizium-Nanodrähten, die ca. 10.000 Mal dünner sind als ein menschliches Haar.
Solarzellen aus Silizium-Nanodrähten absorbieren deutlich mehr Licht und benötigen nur einen Bruchteil des Siliziums, das für kristalline Solarzellen erforderlich ist. Mit Wirkungsgraden von 9% erreichen derartige Solarzellen im Labor bereits eine gute Effizienz, bis zur industriellen Fertigung werden aber noch einige Jahre vergehen.
Dünnschicht-Solarzellen gehört in vielen Bereichen die Zukunft
Auf dem Weg zur endgültigen Wettbewerbsfähigkeit der Photovoltaik spielen die “dünnen Schichten” eine tragende Rolle. Die Marktforscher von EuPD Research rechnen damit, dass durch die technischen Neuentwicklungen der Marktanteil der Dünnschicht-Solarzellen bis 2020 auf über 60% steigt.
Zwar werden kristalline Photovoltaikmodule bei Aufdachanlagen auf Grund ihrer hohen Effizienz und ihres geringen Platzbedarfs wohl weiterhin die erste Wahl sein. In der gebäudeintegrierten Photovoltaik und bei Photovoltaik-Großkraftwerken laufen Dünnschicht-Solarzellen den kristallinen Solarzellen aber Schritt für Schritt den Rang ab.

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Photovoltaik in Freiburg
Solarsiedlung mit Plusenenergiehäusern am Schlierberg im Freiburger Stadtteil Vauban
Mit rund 1.800 Sonnenstunden im Jahr findet die Photovoltaik in Freiburg so günstige Voraussetzungen vor wie in kaum einer anderen Großstadt Deutschlands. In der Stadt an der Dreisam hat man auch sehr früh damit begonnen, dieses Potential aktiv auszuschöpfen.
Nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl 1986 wurde in Freiburg ein lokales Energieversorgungskonzept verabschiedet, in dem man sich auf:
- den Ausstieg aus der Kernenergie,
- eine Reduktion des Strom-, Energie- und Rohstoffverbrauchs,
- die Nutzung regenerativer Energiequellen und
- den verstärkten Einsatz neuer Energiegewinnungstechnologien wie der Photovoltaik verständigt hat.
Dementsprechend hat sich eine große Anzahl von Solarunternehmen, aber auch -Forschungseinrichtungen in der Stadt angesiedelt.
Stadt Freiburg
Freiburg ist mit rund 220.000 Einwohnern die südlichste Großstadt Deutschlands. 1008 erstmals urkundlich erwähnt, verlieh Herzog Konrad I. Freiburg 1120 das Stadtrecht. Von der langen und ereignisreichen Geschichte zeugt die an historischen Baudenkmälern so reiche Altstadt.
Heute ist Freiburg nicht nur ein regionales Wirtschaftszentrum und eine beliebte Touristendestination, sondern mit rund 30.000 Studenten auch eine Hochburg der universitären Forschung, nicht zuletzt im Bereich der erneuerbaren Energieerzeugungstechnologien.
Photovoltaik als Freiburger Wirtschaftsmotor
In der denkmalgeschützten Altstadt Freiburgs müssen PV-Anlagen genehmigt werden
Das große Engagement für Umwelt, Klima und Erneuerbare Energien hat Freiburg nicht nur Auszeichnungen wie die Titel “Ökohauptstadt” und “Bundeshauptstadt im Klimaschutz” eingebracht – es hat die Stadt auch wirtschaftlich nachhaltig geprägt.
In den knapp 2.000 Betrieben der Freiburger Solar- und Umweltwirtschaft arbeiten heute gut 12.000 Beschäftigte (etwa 3% der Erwerbstätigen), 2000 davon in den rund 100 Unternehmen der Photovoltaik-Branche. In Freiburg sind zudem zahlreiche Photovoltaik-Verbände (bspw. die International Solar Energy Society) und renommierte Forschungseinrichtungen beheimatet. Unter den wissenschaftlichen Einrichtungen sticht das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hervor, das größte europäische Forschungsinstitut für Solarenergie und Photovoltaik.
Freiburger Photovoltaik in Zahlen
Die südliche Lage und die vielen Sonnenstunde sind in Freiburg ein Garant für eine reiche Solarstromernte. So beträgt:
- die mittlere jährliche Globalstrahlung etwa 1.160 kWh/m² und
- der durchschnittliche jährliche Photovoltaik-Ertrag rund 1.048 kWh/kWp (direkte Südausrichtung, Dachneigung 30°).
Der Solarstromanteil lag in Freiburg im Jahr 2010 bei 1,7% (externe Links öffnen sich in neuem Fenster). Damit wurde zwar das Ausbauziel für 2010 von 1,1% deutlich übertroffen, die Photovoltaik trägt aber weniger zur Stromproduktion bei als auf Bundesebene (1.9% im Jahr 2010).
In der Rangliste der Solarbundesliga belegte Freiburg Ende März 2012 unter den deutschen Großstädten mit einer installierten PV-Leistung von gut 21.600 kW (rund 105 Wp/Einwohner) einen guten 7. Platz, 2005 war es sogar Platz 1.
Photovoltaik – regionale Förderungen, Denkmalschutz
Neben den Förderungen des Bundes – namentlich der Einspeisevergütung des EEG und den zinsgünstigen Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) – wird der Ausbau der Photovoltaik in Freiburg auch von zwei Energieversorger gefördert: Vom Ökostromanbieter EWS Schönau über den sogenannten Sonnencent und vom Baden-Württembergischen Energieversorger badenova.
Neben den üblichen Planungs- und Umsetzungsschritten bei der Errichtung einer Photovoltaik-Anlage ist in Freiburg – insbesondere in der historischen Altstadt – überdies der Denkmalschutz zu beachten. Wer hier auf einem denkmalgeschützten Bauwerk eine PV-Anlage errichten will, sollte bereits zu Beginn der Planungsphase mit dem städtischen Denkmalschutzamt abklären, ob der Bau möglich ist.
Für Freiburger, die sich mit dem Gedanken tragen, eine Photovoltaikanlage auf ihrem Dach zu installieren, empfiehlt sich unser kostenloser Vergleich von Photovoltaikangeboten aus der Freiburger Region – von Solarteuren, die mit Förderungsdetails, Preisen, regionalen Bestimmungen und Finanzierungsmöglichkeiten vor Ort bestens vertraut sind.

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Photovoltaik 2030

Der Weg, den die Photovoltaik in den gut 10 Jahren der EEG-Förderung zurückgelegt hat, ist beeindruckend:
2011 erzeugten 1,1 Mio. Photovoltaik-Anlagen bereits rund 19.500 GWh Strom und deckten damit rund 3,8% des deutschen Stromverbrauchs. Und mit der Neuregelung der Photovoltaik-Förderung zum 1. April 2012 liegen nun auch die Stromgestehungskosten von kleinen Dachanlagen deutlich unter dem Preis des Haushaltsstroms.
Wie man die Zahlen auch dreht und wendet, der Erfolg der Photovoltaik lässt sich nicht bestreiten – von einigen Atomkraftwerksbetreibern und Politikern einmal abgesehen.
Doch wird der Erfolgslauf der Photovoltaik weitergehen – und wo wird die Photovoltaik im Jahr 2030 stehen? Werfen wir einen Blick in die Zukunft:
Photovoltaik im Jahr 2030
Photovoltaik 2030 – die Sterne sagen ihr eine große Zukunft voraus
Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen, sagte einst Karl Valentin. Mit einem Körnchen Salz ist in diesem Sinne auch unser Ausblick auf die Entwicklung der Photovoltaik zu verstehen. Denn viele Studien, die in der jüngeren Vergangenheit eine Prognose gewagt haben, sind schon heute von der Realität ad absurdum geführt worden. So prognostizierte etwa das Bundesumweltministerium in seiner 2008 veröffentlichten Leitstudie 2008 (externe Links öffnen sich in neuem Fenster) für das Jahr 2030 eine installierte Photovoltaik-Leistung von 24 GWp – tatsächlich betrug die PV-Leistung aber bereits Ende 2011 rund 24,8 GWp.
Unser Ausblick skizziert die Entwicklung der Photovoltaik in folgenden Bereichen:
- Beitrag der Photovoltaik zum Stromverbrauch und zur Kohlendioxid-Vermeidung
- Photovoltaik – Anlagenpreise und Stromgestehungskosten
- Kosten Photovoltaik-Förderung
Wir stützen uns dabei auf die Leitstudie, die vom Bundesumweltministerium veröffentlicht wurde. Sie hat das dynamische Wachstum der Photovoltaik in den Jahren 2010 bzw. 2011 treffend vorausgesagt und stimmt – derzeit noch – sehr genau mit der tatsächlichen Entwicklung überein (von der gegenwärtigen, für die Preise und Kosten der Photovoltaik günstigen Entwicklung der Einspeisevergütung abgesehen).
Beitrag der Photovoltaik zum Stromverbrauch 2030

Zum Vergrößern Grafik bitte anklicken!
2030 liegen die Stromgestehungskosten der PV zumindest auf dem Niveau fossiler Energien - © Agentur für EE
Im Jahr 2030 wird – während die Kosten für den Rückbau und die Atommülllagerung weiterlaufen – auch das letzte Atomkraftwerk in Deutschland vom Netz gegangen sein. Die Erneuerbaren Energien haben die Atommeiler und viele fossile Kraftwerke mehr als würdig ersetzt und liefern risiko- und emissionsfrei 65% (325 TWh/a) des benötigten Stroms.
Ein wesentlicher Teil dieses Stroms stammt aus den Photovoltaikanlagen auf den Dächern und Freiflächen. Mit einer installierten Leistung von etwa 63 GWp werden Solarstromanlagen im Jahr 2030 rund 57 TWh/a Strom produzieren und knapp 12% des Gesamtstromverbrauchs abdecken. Auch an weniger sonnigen Tagen wird die Solarstromproduktion ausreichen, um den gesamten Mittagsspitzenstrombedarf bereitzustellen.
Das technisch-ökologisch umsetzbare Potential der Photovoltaik – eine installierte PV-Leistung von etwa 275 GWp – ist damit aber auch 2030 noch lange nicht ausgeschöpft.
Durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien vermeidet Deutschland im Jahr 2030 zudem den Ausstoß von ca. 291 Mio. t Kohlendioxid. Jede Kilowattstunde Solarstrom reduziert den CO2-Ausstoß dabei um ca. 1 kg.
Photovoltaik – Anlagenpreise und Stromgestehungskosten
Bauherren werden für eine neue Photovoltaik-Anlage 2030 nur noch rund halb so viel Geld ausgeben wie heute. Der jährliche Preisrückgang geht aber langsamer von Statten, da der Entwicklungsspielraum der ausgreiften Photovoltaik kleiner wird. Die mittleren Preise für neue Photovoltaik-Anlagen liegen im Jahr 2020 bei rund 1.200 €/kWp und 2030 bei etwa 990 €/kWp. Mit den sinkenden Preisen halten auch die Stromgestehungskosten von neuen Photovoltaikanlagen Schritt; sie betragen:
- ca. 12,0 Ct/kWh im Jahr 2020 und
- ca. 10,4 Ct/kWh im Jahr 2030.
Spätestens 2030 produzieren neuerrichtete, kleine PV-Aufdachanlagen Strom so günstig wie neu gebaute Kohle- und Gaskraftwerke, allerdings ohne jeglichen Schadstoffausstoß. Mit den Stromproduktionskosten der abgeschriebenen Solarstromanlagen wird im Jahr 2030 aber keine andere Stromerzeugungsform – seien es abgeschriebene inländische Kohlekraftwerke oder ausländische Kernkraftwerke – mehr konkurrieren können.
Kosten Photovoltaik-Förderung
Die Mehrkosten für die Stromverbraucher durch die Vergütungszahlungen für Solarstrom – die sogenannten EEG-Differenzkosten – sind bis 2015 noch leicht angestiegen, in der Folge aber rasch gesunken. Die “Leitstudie 2010″ prophezeit:
“Um das Jahr 2026 herum wäre nur noch weniger als die Hälfte des hier zu Lande produzierten EEG-Stroms über das EEG zu vergüten, im Jahr 2030 nur noch 17%.”
Möglich wurde diese Entwicklung auch durch die starke Degression der Einspeisevergütung. Die Vergütungssätze für kleine PV-Dachanlagen haben 2021/2022 den durchschnittlichen Börsenstrompreis unterschritten. 2030 wird somit ein Großteil des Solarstroms nicht mehr über das EEG gefördert, sondern entweder mit Hilfe von dezentralen Solarstromspeichern weitgehend selbst verbraucht oder gewinnbringend direkt auf dem Strommarkt verkauft.
Die Photovoltaik-Förderung kostet die Stromverbraucher 2030 auf Grund der bestehenden Förderung für Altanlagen noch rund 200 Mio. € (derzeit etwa 5 Mrd. €) – neue Photovoltaikanlagen sind aber bereits seit Jahren ohne jegliche Förderungen wettbewerbsfähig.
Photovoltaik 2030 – ein tragende Säule der deutschen Energieversorgung
Unser auf die “Leitstudie 2010″ gestützter Blick in die Zukunft der Photovoltaik mag das Los so vieler anderer Prognosen teilen – die photovoltaische Realität wird ihn eines Besseren belehren. Der Ausblick führt aber eines unmissverständlich vor Augen: Die Atomkraft reicht tief in die Vergangenheit. Mit der Photovoltaik bauen wir an der Zukunft.

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