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Amorphe Solarzelle

Lexikon der Photovoltaik-Begriffe

Der Begriff der amorphen Solarzelle (griech. aus den Wortbestandteilen a “nicht” und morph “gestalthaft” – zusammen also “ungestaltet”, “gestaltlos”) bezeichnet Solarzellen, deren Halbleitermaterial – i.d.R. Silicium – “gestaltlos” ist; gemeint ist: Diese Solarzellen bilden keine Kristallflächen.

Herausragende Eigenschaften amorpher Solarzellen:

  • Ihr Halbleitermaterial verfügt über einen hohen Absorptionsgrad,
  • es kann daher auch in extrem dünnen Schichten effizient arbeiten,
  • damit ist der Produktion in Dünnschichttechnologie der Weg gebahnt.

Amorphe Solarzellen können also materialsparend und kostengünstig im Dünnschichtverfahren hergestellt werden – durch Aufdampfen auf Glas oder auf mikrometerdünne Folien.

Insgesamt reicht der Wirkungsgrad dieser nichtkristallinen Solarzellen nicht an den kristalliner Zellen heran. Da Dünnschichtmodule jedoch vergleichsweise günstig sind, spricht – vorausgesetzt, es steht ausreichend Platz zur Verfügung – nichts gegen ihre Verlegung.
Als Faustformel sollte man bei Dünnschichtmodulen für dieselbe Leistung etwa die doppelte Fläche rechnen.

Besonders mit Teilverschattung kommen amorphe Solarzellen gut zurecht. Für schwierige Verschattungssituationen sind sie daher die Technik der Wahl.

Initiale Degradation amorpher Solarzellen

Die Degradation amorpher Solarzellen ist besonders in den ersten Betriebsmonaten hoch – nach dieser Phase erreicht ihr Wirkungsgrad ein stabiles Plateau. Bei der Leistungsangabe berechnen die Hersteller die initiale Degradation in der Regel mit ein.

Gegensätzlich funktioniert die kristalline Solarzelle.


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