Aperturfläche
Lexikon der Photovoltaik-Begriffe
Die Aperturfläche ist sowohl bei Photovoltaikmodulen als auch bei Solarthermie-Kollektoren die verglaste oder durch transparente Folien geschützte Oberfläche der sonnenzugewandte Seite, die nicht von Elektroden, Befestigungen, Rahmen etc. verdeckt ist. Gemeint ist mit “Aperturfläche” also die reine “Nutzfläche” der Solaranlage, durch welche die Solareinstrahlung absorbiert wird.
Aperturwirkungsgrad
Wichtig ist die Aperturfläche im Zusammenhang der Leistungsangabe bei Photovoltaikanlagen. Zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Modulen oder Solarzellen wird meist der Wirkungsgrad verglichen: Er bezeichnet das Verhältnis von absorbierter Energie (Input) und abgegebener Energie (Output) unter Standardtest-Bedingungen (STC). Je höher der Wirkungsgrad, desto besser die Energieausbeute.
Bei Photovoltaikmodulen und Solarzellen bezieht sich der Wirkungsgrad in der Regel auf die Aperturfläche, nicht auf den Quadratmeter – bei einem Photovoltaikmodule von einem Quadratmeter Größe bezieht sich die Prozentangabe des Wirkungsgrades also nicht auf die Solareinstrahlung, die auf einen m2 Photovoltaikanlage auftritt, sondern auf den etwas kleineren Bereich der Aperturfläche: Von jenem Quadratmeter müssen also noch Elektroden, Befestigungen, Rahmen usw. abgezogen werden, bevor der prozentuale Wirkungsgrad berechnet werden kann.
Das dadurch etwas geringere Gesamtergebnis fällt bei einer Haus-Photovoltaikanlage kaum ins Gewicht – bei großen Solarparks oder Photovoltaik-Kraftwerken muss der Unterschied jedoch berücksichtigt werden.
Zur Abgrenzung des gemeinten Wirkungsgrades wird daher auch von “Aperturwirkungsgrad” gesprochen.

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