Bundesverband Solarwirtschaft BSW-Solar

Lexikon der Photovoltaik-Begriffe

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. BSW-Solar ist der mitgliederstärkste Unternehmens-Verband der Solarindustrie in Europa. Ihm gehören 800 Unternehmen an, die sich mit Solartechnik beschäftigen. (Der Solarenergie, der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. DGS).

Als überregionale Wirtschaftsvereinigung versteht der Bundverband Solarwirtschaft BSW-Solar sich als Interessensverband der angeschlossenen Unternehmen – Rohstoff­lieferanten, Solartechnik-Produzenten und Handwerk, Photovoltaik-Betreibergesellschaften, Planer und Solarfinanciers -, der zwischen Politik, Wirtschaft und Verbrauchern vermittelt.

Der BSW-Solar versorgt intern die angeschlossenen Unternehmen mit Branchen­informationen, vermittelt Kundenkontakte und verbilligte Rechtsberatung; nach außen hin präsentiert er die Solarbranche in Pressearbeit, durch das Berliner Servicecenter, in Kampagnen wie der “Woche der Sonne” und durch Politikberatung – federführend z.B. im grenzüberschreitenen europäischen Projekt “PV-Legal”, das Gesetze, Normen und Durchführungsbestimmungen für die Planung und Installation von Photovoltaikanlagen in bisher zwölf Ländern verbessern will.


Projekt “PV-Legal”

Das Potenzial der Solartechnik wird in den meisten europäischen Ländern durch Marktanreizprogramme gefördert – trotzdem verzögern “stachelige” Genehmigungs­verfahren und administrative Investitionsbarrieren vielerorts eines schnellen Markteinführung und -durchsetzung der Solartechnik. Das Projekt PV Legal, das der Bundesverbandes Solarwirtschaft federführend leitet, verfolgt europaweit das Ziel, gesetzliche und administrative Rahmenbedingungen für die Solartechnik zu verbessern.

Dies gilt derzeit für die Länder Deutschland, Frankreich, Griechenland,Italien, Polen, Slowenien, Spanien, Großbrittanien, für die Niederlande, die Tschechische Republik, Bulgarien und Portugal.

BSW-Solar in der Solarpolitik

Große Bedeutung für die Solarpolitik hatte die Verhandlung des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. mit Bundesumweltminister Röttgen im Zusammenhang mit der Absenkung der Einspeisevergütung im Januar 2011. Der Bundesverband Solarwirtschaft hatte einer überraschend hohen Absenkung der Einspeisevergütung zum Juni 2011 vorgeschlagen – um zu verhindern, dass die nicht zuletzt durch geschickte PR- und Lobbyarbeit der tonangebenen Stromkonzerne in der Öffentlichkeit in Verruf geratene Marktförderung der Photovoltaik (die als dezentrale, die Bürger beteiligende Stromversorgung den großen Betreibern von Atom- und Kohlekraftwerken ein Dorn im Auge ist) nicht noch mehr diskreditiert würde. Der Ausbau der Photovoltaik, so der BSW-Solar, sollte verlangsamt werden, um den Herstellern Zeit zu geben, noch effizientere und zugleich preisgünstige Anlagen zu produzieren und damit die Photovoltaikkosten weiter zu senken.

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