Energiespeicher
Bleibatterien, wie sie in Autos eingesetzt werden, eignen sich sehr gut als Solarstromspeicher
Energiespeicher ermöglichen die Speicherung von Energie, d.h. die Energie kann aufbewahrt werden, bis sie benötigt wird. Jede Form von Energie (z.B. Wärme) kann gespeichert werden, allerdings gewinnt besonders das Speichern von elektrischer Energie zunehmend an Bedeutung.
Erneuerbare Energiequellen wie Sonnen- oder Windenergie unterliegen natürlichen Schwankungen. Die Nutzung von Energiespeichern ermöglicht es z.B. Photovoltaikbetreibern, Energie, die sie mittags erzeugen und nicht benötigen, in den Abendstunden zu verbrauchen.
Über das Jahr gesehen lässt sich die Eigenverbrauchsquote so nicht unerheblich steigern. Ein höherer Eigenverbrauch bedeutet für den PV-Betreiber:
- Unabhängigkeit von Energieversorgern (Strompreis), aber auch der Einspeisevergütung
- und den Gewinn durch den vermiedenen Stromzukauf.
Der Eigenverbrauch von Solarstrom ist ein entscheidendes Kriterium für die Rendite einer Photovoltaik-Anlage. Zwar lässt sich durch den Einsatz der Solarstromspeicher der Eigenverbrauch deutlich steigern. Gegenwärtig muss aber sehr genau kalkuliert werden, ob die relativ hohen Kosten für Energiespeicher den Gewinn übersteigen. Es ist jedoch abzusehen, dass mit der erwarteten Preisereduktion der Solarstromspeicher deren Nutzung für PV-Betreiber zunehmend rentabel wird.
Solarstromspeicher – Selbstverbrauch und Notstromversorgung
Blei- und Lithium-Ionen-Akkumulatoren werden als Kurz- und Tagesstromspeicher eingesetzt, um den nicht benötigten Solarstrom zu speichern und bei Bedarf wieder abzugeben. Der gespeicherte Solarstrom kann später entweder:
- ins Netz eingespeist,
- zur Überbrückung von Stromausfällen genutzt
- oder selbst verbraucht werden.

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Noch sind Energiespeicher vergleichsweise teuer; die Preise sinken aber kontinuierlich - © Agentur für EE
Der für Betreiber von Photovoltaik-Anlagen attraktivste Einsatzbereich der Energiespeicher ist die Optimierung des Eigenverbrauchs. Die Solarstromspeicher müssen dazu über eine hohe Zyklenfestigkeit verfügen – d.h. auf eine möglichst hohe Zahl von Be- und Entladungen ausgelegt sein -, da im Laufe der mindestens 20-jährigen Betriebszeit einer PV-Anlage mehrere tausend Be- und Entlade-Zyklen anfallen.
Ohne Energiespeicher ist ein Eigenverbrauchsanteil zwischen 20 und gut 40% möglich. Durch Speicher wie die hier vorgestellten kann der Eigenverbrauch bei Aufdachanlagen (mit einer Leistung von 3 bis 5 kWp) über 40 bis sogar 95% angehoben werden (vgl. zu den Details den Artikel Eigenverbrauch und Stromspeicher).
Energiespeicher-Typen
Im Bereich der Solarstromspeicherung setzen Forscher und Hersteller bei kleinen und mittelgroßen Aufdachanlagen gegenwärtig auf zwei Bauformen elektro-chemischer Batteriespeicher:
- Blei-Säure-Akkumulatoren
- Lithium-Ionen-Akkumulatoren
Beide Speichertechnologien sind bereits auf dem Markt erhältlich.
Eigenschaften von Blei- und Li-I-Akkumulatoren im Überblick:
| Blei-Säure-Akku | |
|---|---|
| Speicherkapazität | 1 kWh–40 MWh |
| Wirkungsgrad | 65-90% |
| Selbstentladung | 5%/Monat |
| Investitionskosten | 25-250 Euro/kWh |
| Lebensdauer | 3-12 Jahre |
| Zyklenzahl | 50-2.000 (selten 7.000) |
| Vorteile | geringer Preis, erprobte PV-Technologie |
| Nachteile | Lebensdauer, Wirkungsgrad niedrig |
| Entwicklungs-Potential | Lebensdauer und Leistungsfähigkeit |
| Lithium-Ionen-Akku | |
|---|---|
| Speicherkapazität | bis 50kWh |
| Wirkungsgrad | 90-95% |
| Selbstentladung | 5%/Monat |
| Investitionskosten | 800-1.500 Euro/kWh |
| Lebensdauer | 10-20 Jahre |
| Zyklenzahl | 500-7.000 |
| Vorteile | hohe Lebensdauer, hoher Wirkungsgrad |
| Nachteile | hoher Preis, begrenzter Rohstoff |
| Entwicklungs-Potential | Lebensdauer und Kostenreduktion |



