Hochspannung
Lexikon der Photovoltaik-Begriffe
Hochspannung bezeichnet Stromstärken über 1.000 Volt (im Gegensatz zu Niederspannung für Spannungen unter 1.000 V); sie wird für den Energietransport, zur Erzeugung von Zündfunken, in Teilchenbeschleunigern und TV oder Röntgengeräten verwendet.
Bereiche der Hochspannung
In der Energietechnik wird innerhalb der Hochspannung weiter unterschieden zwischen den folgenden Bereichen; allerdings werden die Grenzen uneinheitlich gesetzt (daher hier nur Beispielswerte):
- Mittelspannung – z.B. 3 kV (Kilovolt: entspricht 1.000 Volt), 15 kV oder 30 kV; diese Spannungen sind interessant für Großabnehmer, also Industriebetriebe oder zur Versorgung von Stadtteilen oder mehreren Ortschaften;
- Hochspannung – z.B. 60 kV oder 110 kV; kleinere Kraftwerke werden mit dieser Spannung angeschlossen, kleinere Städte und die Überlandversorgung findet ebenso auf dieser Spannungsebene statt;
- Höchstspannung – z.B. 220 kV, 500 kV, 1150 kV; dies sind Spannungswerte von der Stromversorgung durch Großkraftwerke, in der Großraumversorgung und im überregionalen Energie-Transport.
In der Regel wird für private Photovoltaikbetreiber die Niederspannung die entscheidende Größe sein; allein die Kosten für Trafo- oder teure Spezialwechselrichter dürften ein Auskriterium sein. Für größere Photovoltaikanlagen kommen Anschlüsse ans Mittelspannungsnetz infrage, auch industrielle Solarstrom-Selbstversorger können ggf. Mittelspannungen brauchen. Höhere Spannungsebenen sind i.d.R. erst für Solargroßkraftwerke interessant.
Vielen Dank!


