Least Cost Planning

der Photovoltaikbegriffe

Least-Cost-Planning (engl.: “Geringstkosten-Planung”) ist ein Konzept zur Energieversorgung, das in den 90er Jahren in den USA von Amory Lovins, in Deutschland von Uwe Leprich (Wuppertal-Institut für Energie und Klimaforschung) und anderen vertreten wurde. Es versucht, in die Planung der Energieversorgung den Umstand miteinzubeziehen, dass es für Energieversorgungsunternehmen mitunter kostengünstiger sein kann, in Energie-Einsparungen ihrer Kunden zu investieren, als neue Kraftwerke zu bauen: Eine kWh geringerer Verbrauch ist kostengünstiger, als eine zusätzliche kWh zu erzeugen.

Least Cost Planning in den USA

In einigen Staaten der USA müssen Energieversorger vor dem Bau eines neuen Kraftwerks nachweisen, dass es nicht kostengünstiger wäre, das Kraftwerk durch Einsparmaßnahmen überflüssig zu machen. So kommt es zu der zunächst paradox anmutenden Situation, dass Energieversorgungsunternehmen Energiesparlampen verschenken oder ihren Kunden verbilligte Kredite für energieeffiziente Waschmaschinen oder Kühlschränke gewähren.

In der Regel rechnet sich das aber für beide Seiten, da das Energieversorgungsunternehmen damit hohe Investitionen einspart und der Kunde seinerseits eine niedrigere Stromrechnung erhält: Das Energie-Versorgungsunternehmen wird zum Energie-Dienstleistungsunternehmen.

In der öffentlichen Diskussion ist das Least-Cost-Planning etwas in den Hintergrund getreten, es ergänzt das aktuellere Konzept der Energieeffizienz.

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