Neigungswinkel
Lexikon der Photovoltaik-Begriffe
Der optimale Neigungswinkel einer Photovoltaikanlage liegt beim rechten Winkel zum Einfall der Solareinstrahlung – und zwar zum Zeitpunkt der stärksten Nutzung. Dieser letzte Punkt ist entscheidend, denn er besagt, dass der besten Neigungswinkel von Standort und Zweck der Photovoltaikanlage abhängt.
- Bei einer Photovoltaikanlage, die eine Berghütte vor allem im Winter mit Strom versorgen muss, ist der niedrigere Sonnenstand entscheidend: Hier sollten die Module steiler aufgeständert werden, um dem flachen Einstrahlungswinkel der Sonne entgegenzukommen. Ein Neigungswinkel um 55° ist in diesem Fall ideal./li>
- Bei der Photovoltaikanlage einer Bootshütte, deren Strombedarf im Sommer entsteht, liegt der besten Neigungswinkel hingegen um die 25°.
- In der üblichen Praxis der Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach, die den bestmöglichen Ertrag über das ganze Jahr gesehen erbringen soll, sind Neigungswinkel zwischen 30° und 45° ideal.
Dabei fällt eine Abweichung nicht allzu sehr ins Gewicht. Gute Südausrichtung vorausgesetzt, können Photovoltaikanlagen vom Flachdach – Neigungswinkel 0° – bis zu steilen 80° noch rentabel arbeiten. Und umgekehrt: Bei idealem Neigungswinkel sind Abweichungen von Südausrichtung bis zu 110° zu verkraften.
| Neigung: | 10° | 20° | 30° | 40° | 50° | 60° | 70° | 80° | 90° |
| Ertrag: | 87% | 93% | 97% | 100% | 100% | 98% | 94% | 88% | 69% |
Die größte Energiemenge kann theoretisch aufgenommen werden, wenn die Module der Sonne nachgeführt werden – allerdings steht der Kosten- und Energieaufwand der Nachführung oft in keinem Verhältnis zum zusätzlich zu erwirtschaftenden Ertrag. Daher empfiehlt sich die o.g. Aufstellung im rechten Winkel zur stärksten Solareinstrahlung zu den Zeiten des größten Bedarfs.
Hier können Sie den Neigungswinkel Ihres Daches bestimmen: Rechner Dachneigung
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