Ökobilanz
Lexikon der Photovoltaik-Begriffe
Die Ökobilanz bezieht im Rahmen des Umweltmanagements nach DIN EN ISO 14044 in ein Produkt, eine Dienstleistung, einen Fertigungsschritt sämtliche Auswirkungen auf die Umwelt mit ein, die von der Planung über die Erstellung, Materialbeschaffung, Produktion, Auslieferung bis hin zur Nutzung und schließlich Entsorgung anfallen. Im Gegensatz zum ökologischen Rucksack, der den Materialverbrauch über die Lebensdauer eines Produktes von der Herstellung bis zur Entsorgung erfasst (und damit als Teil der Ökobilanz in deren Berechnungen einfließt), wird die Ökobilanz umgerechnet und in Geld ausgedrückt. Dabei werden nicht nur Roh- und Treibstoffverbrauch, Emissionen und Abfall, sondern auch der positive Output (z.B. die positive Energiebilanz einer Photovoltaikanlage) berücksichtigt.
Ökobilanzen können als Entscheidungsgrundlage von Verbrauchern oder Unternehmenspartnern in die Wahl eines Angebots miteinbezogen werden – ihre Marketingwirkung ist daher mitunter hoch; auch das ist ein Anreiz für Unternehmen, die Ökobilanzen ihrer Fertigung und ihrer Produkte positiv zu gestalten.
Die Veröffentlichung einer Öko-Bilanz unterliegt strengen Regeln und erfordert die Prüfung durch ein unabhängiges Gegen-Gutachten.
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