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Ökologischer Rucksack

Lexikon der Photovoltaik-Begriffe

Der ökologische Rucksack misst den Umweltverbrauch, an Rohstoff, Wasser und Luft, den ein Gegenstand zu seiner Herstellung, seinem Betrieb und seiner Entsorgung während eines Lebenszyklus benötigt.

Er wird üblicherweise in kg oder t gemessen.

Hierzu gehört unter anderem der CO2-Fußabdruck.

Als Materialverbrauch fließt der ökologische Rucksack in die Ökobilanz mit ein, die allerdings eine Abstraktionsstufe höher den Wert von Verbrauch, Emissionen und Output in Geldbeträgen einander gegenüberstellt.

Ökologischer Rucksack einer Photovoltaikanlage

Eine Photovoltaikanlage holt den bei ihrer Herstellung und Installation aufgewandten Energieverbrauch ein, wenn sie 3,5 Jahre lang Strom erzeugt (vgl. Energierücklauf). Danach produziert sie insgesamt mehr Energie, als sie selbst verbraucht hat; hinzu kommt die Verringerung des CO2-Ausstoßes, indem sie den Ausstoß von klimaschädlichen Kohlenstoffdioxiden bei der Stromprodukton vermeidet: Die Energiebilanz ist daher positiv, der CO2-Fußabdruck klein, was auch in die Ökobilanz miteinfließt – der ökologische Rucksack allerdings verringert sich durch den positiven Energie-Output “nicht”.

Er setzt sich zusammen aus:

  • 1,8 t Rohstoffverbrauch pro 1.000 Kilowattstunden (ein Braunkohlekraftwerk liegt demgegenüber z.B. bei rund 11 t),
  • immerhin 36 t Wasserverbrauch (Braunkohlekraftwerk: 12 t, Atomkraft: 10 t),
  • aber nur 0,2 t Luftverbrauch (Erdgaskraftwerk knapp 0,4 t; Erdölkraftwerk gut 0,8 t; Braunkohlekraftwerk rund 0,9 t).

(Zahlen nach: Thomas Brühne: Erneuerbare Energien als Herausforderung für die Geographie-Didaktik. Dissertation/Universität Köln 2008. Wiesbaden 2009, S.154.)

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