Photovoltaikmodule für unterwegs
Lexikon der Photovoltaik-Begriffe
Es gibt eine ganze Reihe von Photovoltaikmodule für unterwegs – darunter flexible Mini-Paneele wie das Sunload Solarmodul 62Wp, das sogar Notebooks mit Strom versorgen kann und zusammengefaltet selbst in einen Rucksack passt (vgl. Mini-Photovoltaik für unterwegs). Durch seinen exorbitanten Preis dürfte es allerdings nur etwas für ausgewiesene Outdoor- und Trekking-Spezialisten sein.
Es geht allerdings auch günstiger.
Leistungsfähige stabile Photovoltaikpaneele für Camping-, Wohnwagen- bzw. Caravanwagentouren oder fürs Boot, die jedoch aufgrund ihrer kompakten unflexiblen Bauweise nichts für Backpack-Reisende sind, werden schon ab ca. 99,- € angeboten.
Zwei Beispiele dieser Photovoltaik-Lösungen für unterwegs sollen hier vorgestellt werden, die es beide bei Amazon zu kaufen gibt (mit einem Klick auf die Bilder kommen Sie auf die Detailseiten des Shops). Zunächst aber kurz zur Funktionsweise und den Vorteilen der mobilen Photovoltaik.
Mobile Photovoltaik: Funktionsweise
Im Prinzip funktionieren mobile Photovoltaikmodule ähnlich wie eine große Insel-Photovoltaikanlage auf dem Dach. Die Solareinstrahlung wird genutzt, um Elektronen in Fluss zu bringen – mit anderen Worten: Strom zu erzeugen -, dann wird der Strom über die (in der Regel mitgelieferte) Verkabelung einem Speichermedium zugeleitet oder zu einem Wechselrichter, der die Stromspannung von 12V auf 110V 230V transformiert, je nach Bedarf. Von da aus werden die verschiedenen elektrischen Verbraucher versorgt:
Mobile Photovoltaik: Die Vorteile
Was spricht unterwegs für den Einsatz von Photovoltaik?
- Solarpaneele sind CO2-neutral, Sie können sie betreiben, so oft und so lange Sie wollen, Sie verursachen damit keine schädlichen Abgase. In der Solarbranche ist es üblich, dass die Hersteller sich um umweltfreundliche Produktion bemühen – zwar haben Solarpaneele – wie auch komplette feststehende Photovoltaikanlagen -
- einen CO2-Fußabdruck; aber in der Regel werden die CO2-Abgase bei der Herstellung durch die CO2-Einsparungen durch den laufenden Betrieb aufgefangen. Es lohnt sich in diesem Zusammenhang auch, noch einmal darauf hinzuweisen, dass auch andere Formen der Stromerzeugung (Öl-/Gasheizung, Biogas etc.) nicht nur im Betrieb CO2 produzieren, sondern selbstverständlich ebenfalls in der Geräte-Herstellung. Auch der Heizkessel einer Ölheizung wird nicht von Hand gezogen. Das Einsparungs-Plus liegt am Ende auf jeden Fall bei der Photovoltaik.
- Mobile Photovoltaik macht unabhängig von Ladestationen oder Treibstoffen, die sich verbrauchen. Eine mit Solarstrom betriebene Leuchte kann die ganze Nacht brennen, die Nacht darauf wieder und die Nacht darauf wieder und die Nacht darauf wieder … Petroleumlampen hingegen – einmal abgesehen von der Brandgefahr, dem Geruch, der Gefahr, die Flüssigkeiten in der Bordküche zu verwechseln usw. – verbrauchen ihren Treibstoff ein für allemal, und dann ist er weg. Beim Camping oder an Bord kann es umständlich oder teuer werden, immer wieder Öl für den Generator, Petroleum für die Leuchten, Batterien für die Heizung zu beschaffen.
- Damit ist die Photovoltaik für Wohnwagen- oder Campingtouren aber nicht nur unter Umweltgesichtspunkten, sondern auch finanziell überlegen. Die Paneele kosten soviel wie eine mittlere Autobatterie – aber es kommen im Gebrauch unterwegs keine Kosten hinterher.
Solarpaneele für unterwegs: Drei Beispiele
Sunforce 15 Watt
Das erste Beispiel ist das Sunforce 15 Watt Solar Panel Modul, das mit Laderegler für 99,- € zu haben ist. Es ist für größere Boote, Berghütten, Wohnwagen, LKWs und Traktoren gedacht, deren Bleiakkus es auflädt (Kabelset im Preis enthalten).
Das Photovoltaikmodul ist wetterfest. Es ist lichtempfindlich genug, auch bei Bewölkung oder Regenwetter ausreichend Strom zu produzieren. Bei Nacht schalten die Dioden sich ab, so dass eine umgekehrte Entladung der Batterie ausgeschlossen werden kann.
Die Kundenwertungen sind durchweg positiv, vor allem für das ausgezeichnete Preis-Leistungsverhältnis gab es schon Einiges an Lob.
Spezifikationen: Das Sunforce Photovoltaikmodul für unterwegs misst (H×B×T) 108 × 51 × 8 cm. Es liefert eine Leistung von 15 Watt und wiegt 5 (mit Verpackung 6) kg. Der mitgelieferte Laderegler liefert eine Stromstärke von 7 Ampere.
Möglich ist auch der Einsatz mit einem Wechselrichter – beispielsweise mit dem HQ Wechselrichter (vgl. Bild rechts), der 12V auf 230V transformiert.
20W Solarpanel 12V
Das zweite Beispiel ist das 20W Solarpanel 12V, das mit 20W eine etwas höhere Stromstärke liefert als das Sunforce-Modul, dafür aber – ebenfalls zusammen mit Laderegler – rund 20 € teurer ist: Es kostet 119,30 €. Angeschlossen werden kann das Paneel via Batterieklemmen (Kabelset liegt bei) oder Zigarettenanzünderkupplung, ein Tragegriff ist integriert, ebenso ein Klapp-Ständer, mit dem das Modul nach der Sonne ausgerichtet werden kann. Zusätzlich gibt es eine Tragetasche, die gleichzeitig als Schutzhülle fungiert.
Auch dieses Photovoltaikmodul, das auf hochwertige monokristalline Solarzellentechnik setzt, hat durchweg gute Kundenwertungen erhalten.
Spezifikationen: Das 20W Photovoltaikmodul misst (H×B×T) 64 × 34 × 2,5 cm und wiegt 3,7kg.
Fazit
Zwischen der großen Photovoltaik fürs Dach oder Freiland und der Mini-Photovoltaik – die leider noch oft nur Spielerei ist – hat sich ein Bereich mobiler Photovoltaikmodule für unterwegs entwickelt, die durchaus zuverlässig ihre sinnvolle Arbeit tun und Campern, Backpackern, Skippern und Vielreisenden Einiges an Erleichterungen anbieten – und dies zu einem durchaus vertretbaren Preis.
Die Argumente, die für Photovoltaikmodule für unterwegs sprechen, sind dabei die gleichen wie jene, die für die “große” Photovoltaik sprechen: Umweltschutz, Unabhängigkeit, Ausgereiftheit der Technik und finanzielle Vorteile. Wir meinen, das ist eine ganze Menge.

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