Planung

Die Planung einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach umfasst:
- die Festlegung des Kostenrahmens,
- die Wahl der Module und des Wechselrichters,
- die Auslegung der Photovoltaikanlage auf dem Dach,
- die Vorbereitung der notwendigen Papiere, ggf. Kredite und Versicherungen
- und natürlich die Berechnung der Gewinnerwartung.
Die Zusammenstellung, Planung und Vorbereitung einer Photovoltaikanlage ist heute so einfach wie noch nie. Im Kern brauchen Sie nur die Dachneigung (vgl. unseren kleinen Hilfsrechner zur Dachneigung), die Ausrichtung des Hauses (vgl. Hilfsrechner Dachausrichtung) und die Größe der belegbaren Dachfläche in unser Berechnungsformular einzutragen – den Rest erledigen unsere Partner für Sie. Gelernte Solarteure von Fachunternehmen machen Ihnen kostenlos differenzierte individuelle Kostenvoranschläge, errechnen Ihnen die Einnahmen durch die Einspeisevergütung für Ihre Photovoltaikanlage – und bieten Ihnen ggf. auch Beratung und Hilfe bei den nächsten Schritten an.
Solarmodule – Varianten und Modelle
Vor allem für die Auswahl zwischen möglichen Varianten von Photovoltaikmodulen ist die fachliche Hilfe unerlässlich. Da es mehr Varianten gibt als Hersteller, und jedes Jahr neue Modelle auf den Markt kommen, ist eine lückenlose Auflistung heute kaum mehr möglich – und auch nicht sinnvoll. Abhängig von Ihren Anforderungen, der Umgebungssituation Ihrer Photovoltaikanlage, der zur Verfügung stehenden Fläche und Ihrem Kostenrahmen kommen ganz unterschiedliche Systeme für Sie in Frage. Deutsche und chinesische, japanische und US-amerikanische Module und Komplettanlagen stehen zur Auswahl. Selbst eine engagierte Website wie die unsere kann die Entwicklung hier nicht lückenlos nachzeichnen. Hier empfiehlt es sich ebenfalls, Vergleichsangebote einzuholen:
Für den Fall, dass Sie die Empfehlungen durch eigene Planung ergänzen möchten, aber auch als Grundlage Ihrer Entscheidung zwischen den verschiedenen angebotenen Systemen möchten wir Ihnen mit den folgenden kostenlosen Werkzeugen und Informationen die Arbeit erleichtern – so haben Sie eine gute Grundlage für alle weiteren Entscheidungen.
Der Kostenrahmen

Photovoltaikanlagen sind in ihre Kosten kalkulierbar – und in ihren Einnahmen stabil. Die Einspeisevergütung bleibt für 20 Jahre festgeschrieben und garantiert Ihnen feste Einnahmen für jede Kilowattstunde, die Ihre Anlage produziert. Banken kennen das geringe Risiko inzwischen und finanzieren Photovoltaikanlagen heute schon zu 100%. Falls Ihre Hausbank zu den wenigen Banken gehören sollte, die dies nicht tun, bleibt Ihnen der Gang zur DKB oder zur Ökobank – beide bieten entsprechende Kreditprodukte an. Auch bei Sparkassen sind schon Solarkredite mit Vollfinanzierung aufgelegt worden. Zusätzlich gefördert werden günstige Kredite für Photovoltaikanlagen von der KfW (vgl. unseren Kurzüberblick unter Solarförderung). Über Steuerabschreibungen beteiligt sich auch das Finanzamt an den Kosten der Photovoltaikanlage (vgl. Abschreibung Photovoltaik).
Über die Einspeisevergütung und Einsparungen bei Ihrer Stromrechnung durch den Eigenverbrauch des selbsterzeugten Solarstroms bezahlt eine rentabel arbeitende Photovoltaikanlage sich selbst – rentabel arbeiten Photovoltaikanlagen in normalen Sonnenlagen, wenn sie sie durch Dachneigung und Ausrichtung des Daches rund 80% ihres Wirkungsgrades erreichen. Je nachdem, wie hoch der Wirkungsgrad im Endeffekt ist, zahlt eine selbstfinanzierte Photovoltaikanlage sich in rund 4 bis 7, eine zu 100% fremdfinanzierte Photovoltaikanlage in rund 6 bis 12 Jahren selbst ab. Die Monatsraten von Solarkrediten sind meist so gestaltet, dass sie davon Zins, Tilgung, Wartung und Versicherungsbeiträge zahlen können – und sogar noch ein bisschen übrigbleibt. Alles, was Sie nach dieser Frist an Einspeisvergütung einnehmen bzw. durch den Eigenverbrauch einsparen, verbleibt als Plus bei Ihnen.
Zusammengefasst kann man vorsichtig sagen: Bei 100%-iger Finanzierung, Deckung der Kosten und späterer Gewinnerwartung ist eine Photovoltaikanlage im Regelfall kaum zu großzügig zu bemessen. Die Grenze liegt eher bei Dachgröße und -statik.
Photovoltaikmodule und Wechselrichter

Photovoltaikmodule unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit (vgl. Artikel zum Wirkungsgrad) erheblich. Neben den Kosten ist v.a. die Verschattungssituation für die Auswahl entscheidend. So “vertragen” Dünnschicht-Module beispielsweise Verschattungen sehr viel besser als kristalline Module – dafür wiederum ist ihr Ertrag merklich geringer, bzw. sie brauchen, um denselben Ertrag zu erzielen, eine merklich größere Fläche. Andererseits aber sind sie etwas kostengünstiger.
Deutsche Photovoltaiksysteme genießen, was Verarbeitungsqualität, Wirkungsgrad und Technk angeht, mehrheitlich zu Recht einen ausgezeichneten Ruf. Aber auch einige japanische Produkte gehören zur absoluten Spitzenklasse, ebenso eine Reihe von chinesischen Angeboten, die – vorsichtig gesprochen – zumindest das Mittelfeld weit übertreffen. Viele dieser Hersteller lassen, wie auch einige US-amerikanische, in Deutschland, Italien oder Spanien fertigen; viele der europäischen Hersteller umgekehrt auch in Fernost. Da die internationale Konkurrenz zur Zeit noch auf den mitteleuropäischen Markt eingestellt ist (als zukünftig führender Markt werden die USA gesehen), achten auch Produzenten aus Übersee oft auf guten Kundendienst und After-Sales-Service. All dies vergrößert die Wahlmöglichkeiten der Kunden, macht die Entscheidung aber nicht leichter. Auch hier empfiehlt sich das – zumindest orientierende – Einholen von Vergleichsangeboten.
Zur optimalen Ausnutzung Ihrer Dachfläche (Laufwege für die Feuerwehr und Notfallzugänge im Dach für den Brandfall nicht vergessen!) lohnt es sich, im Modell einige gängige Modulgrößen zu probieren, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist (dazu unten im Abschnitt zur Auslegung der Photovoltaikanlage mehr).
Ebenso wichtig wie die Auswahl der passenden Solarmodule oder – vielleicht überraschend – fast noch wichtiger ist die Auswahl des zweiten Herzstücks der Photovoltaikanlage – des Wechselrichters. Sind Wechselrichter und Solarmodule nicht optimal aufeinander abgestimmt, kann eine erhebliche Ertragseinbuße die Folge sein.
Da es schwerer ist, den passenden Wechselrichter für die individuelle Kombination an Photovoltaikmodulen zu finden als die richtigen Photovoltaikmodule für den Wechselrichter, empfiehlt die Fachliteratur sogar, zuerst den Wechselrichter auszuwählen und danach die zu diesem Wechselrichter passenden Photovoltaikmodule.
Im Photovoltaiklexikon von Rechner Photovoltaik finden Sie weitere Hinweise zum Wechselrichter.
Planen Sie die Auslegung Ihrer Photovoltaikanlage in 3D:
Das Videotutorial “Solardach planen in 3D” ist besonders wirkungsvoll. Es stammt nicht von uns, sondern im ersten Teil von Google, im zweiten von dem “Photovoltaik-Büro Ternus & Diehl GbR” in Rüsselsheim, das uns freundlicherweise die Erlaubnis gab, seine bei You Tube eingestellten Videos zu übernehmen. In diesem zweiteiligen Tutorial sehen Sie, wie Sie mithilfe zweier Hilfsprogramme von Google, die Sie kostenlos aus dem Internet laden können, anschaulich Ihre Photovoltaikanlage in 3D planen und darstellen können. Damit können Sie mit der Arbeit eines halben Nachmittages bereits die Auslegung der Photovoltaikanlage auf Ihrem Dach auswählSie arbeiten mit einer echten Luftaufnahme Ihres eigenen Daches, die Sie in Google Earth auswählen, und bearbeiten Sie in Google Sketchup weiter.
So können Sie zum Beispiel zum Vergleich zwischen verschiedenen Varianten von Solarmodulen bzw. Photovoltaikanlagen beliebig umschalten – und sogar eine einfache, aber wirkungsvolle animierte Verschattungsanalyse erstellen. Mit dieser lässt sich ganz ohne komplizierte Horizontberechnungen plastisch die Verschattungssituation Ihres Solardaches im Verlauf eines Wintertages darstellen und prüfen (an Wintertagen, wenn die Sonne tiefer steht, stellt sich die Verschattungsproblematik schärfer dar als im Sommer). Auch das ist eine Voraussetzung der Auslegung Ihrer Photovoltaikanlage.
Zum Videotutorial “Planung Ihrer Photovoltaikanlage in 3D”
Papiere und Dokumente
Da Photovoltaikanlagen genehmigungsfrei sind, hält der Aufwand an notwendigen Dokumenten und Anträgen sich in Grenzen. Dazu gehören die Anmeldung Ihrer Anlage bei dem zuständigen Netzbetreiber und die Meldepflicht für Ihre Photovoltaikanlage bei der Bundesnetzagentur. In der Regel wird der installierende Solateur diese Anmeldung für Sie übernehmen.
Einige Fristen und die Reihenfolge der notwendigen Vorbereitungsschritte sollten Sie dennoch beachten. Auf der Seite Dokumente haben wir Ihnen einige Informationen zu den wichtigsten Papieren und Dokumenten im bürokratischen Dschungel zusammengetragen.
Was Sie zusätzlich beachten sollten: Ihre Photovoltaikanlage bleibt Ihnen mehrere Jahrzehnte auf Ihrem Dach lang erhalten. Falls Dacharbeiten notwendig sind oder eine Dachrenovierung in absehbarer Zeit notwendig werden sollte, sollten Sie diese möglicherweise vorziehen. Selbstverständlich ist es andernfalls auch möglich, für spätere Dacharbeiten die Photovoltaikanlage zeitweise abzubauen – wenn diese Umstände aber durch vorausschauende Planung vermieden werden können, ist dies sicherlich empfehlenswert.
Hier finden Sie einen – wieder kostenlosen – Angebotsvergleich zu Dacharbeiten.
Weitere Hilfsmittel, die wir Ihnen auf Rechner Photovoltaik zur Verfügung stellen:
Photovoltaiklexikon

Im Laufe der Beschäftigung mit der Photovoltaik werden Ihnen sicher immer wieder Fachbegriffe begegnen, deren Bedeutung in diesem Zusammenhang Ihnen möglicherweise gerade nicht präsent ist.
Unser Photovoltaiklexikon ist derzeit auf über zweihundert Begriffe angelegt, die zum Teil, wo erforderlich, einfach kurz definiert, zum Teil, wo notwendig, auch ausführlicher erläutert und/oder in ihren solarpolitischen oder wissenschaftlichen Zusammenhang gerückt werden. Zitate der Bundesnetzagentur, der Stiftung Warentest, dem Bundesumweltministerium u.v.a. belegen die Bedeutung der jeweiligen Begriffe.
Für die Planung der Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach ist neben vielen anderen besonders das Stichwort “Ausstattung” interessant.
Zum Photovoltaiklexikon.
(Wird laufend ergänzt.)
Leitfaden der Bundesregierung
>Einen ausgezeichneten “Leitfaden zur Berücksichtung von Umweltbelangen bei der Planung von PV-Anlagen im Freiland” stellt die Bundesregierung auf ihrer Seite zu Erneuerbaren Energien zur Verfügung. Obschon etwas älter (2007), ist er in der Sache nach doch weiterhin aktuell.
Zum Download des Leitfadens der Bundesregierung (PDF).
Unsere Rechner:
Einige unserer Rechner – etwa zur Solardegradation oder zum Schneegewicht – finden Sie in dieser Form internetweit nur bei uns. Andere, nämlich unsere nützlichen kleinen Rechner zur Dachneigung und zur Dachausrichtung, können Sie möglicherweise brauchen, wenn diese Angaben für die individuelle Berechnung Ihrer Photovoltaikanlage nötig sind.
Interessant ist auch der Versicherungsrechner, mit dessen Hilfe Sie einen schnellen Überblick gewinnen, was eine Photovoltaikversicherung Sie kosten wird. Das Ergebnis wird sofort auf der Seite ausgegeben.
Zu unseren Rechnern.
Solarmesse – Termine
Möglicherweise möchten Sie sich über all dies hinaus direkt mit Solarherstellern austauschen und weitere Materialien sammeln, um sich noch umfassender kundig zu machen.
Die Informationen auf Rechner Photovoltaik.de bieten Ihnen bereits eine gute Basis für weitere Entscheidungen. “Photovoltaik zum Anfassen” ist jedoch sicherlich beeindruckend – wir unterstützen Interessierte daher gerne in ihrem Informationsbedürfnis: Es findet sich fast immer gerade irgendwo eine kleinere oder größere Solarmesse; besonders in der “Woche der Sonne”, die jährlich Anfang Mai stattfindet, finden Sie bundesweit Informationsveranstaltungen zum aktuellen Stand der Solartechnik. Aber auch darüber hinaus werden in ganz Deutschland ständig internationale, regionale und lokale Symposien, Tagungen, Seminare und Messen zur Photovoltaik angeboten, die Sie unschwer finden werden.
Zu unserem Solarmesse-Service (Fortsetzung in Planung).
Im 2. Schritt finden Sie unseren kostenlosen Service zur individuellen Berechnung Ihrer Photovoltaikanlage.
Im 3. Schritt finden Sie Informationen zur Finanzierung, Versicherungen und zur Einspeisevergütung:
Finanzen, Photovoltaikversicherungen.

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Vielen Dank!
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