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Strompreis und Einspeisevergütung

Der Strompreis wird laut Aussage des Präsidenten der Bundesnetzagentur Mathias Kurth nicht durch die Einspeisevergütung in die Höhe getrieben.

Einspeisevergütung erhöht den Strompreis nicht

In einer Presseerklärung am 9. April 2010 kommentierte Kurth die neuen Zahlen zum Zuwachs an Solardächern im Jahr 2009.
Die Leistung von Solaranlagen ist nach den bisherigen Meldungen allein im letzten Quartal 2009 um 2,3 Gigawatt angestiegen. Bei dieser Gelegenheit machte Kurth darauf aufmerksam, dass die Höhe der zusätzlichen Einspeisevergütung nicht zwangsläufig, wie oft behauptet wird, den Strompreis in die Höhe treiben muss: Die Einspeisevergütung ist eine Vergütung, welche die Differenz zwischen Preisen auf dem Strommarkt (Amsterdamer Börse) und dem festgelegten, degressiven Vergütungssatz aus dem Erneuerbare Energien-Gesetz EEG ausgleichen soll.
Ist der Strompreis auf dem Markt hoch, ist die Differenz klein, die Vergütung schlägt also nicht zu Buche. Ist der der Strompreis niedrig, ist zwar die Vergütung etwas höher, schlägt aber ebenfalls nicht so hoch zu Buche, da der Grundpreis geringer ist.

“Ein niedriges Börsenpreisniveau senkt zumindest mittelfristig auch die Strombeschaffungskosten. Deshalb sollten Verbraucher kritisch sein, wenn Preissteigerungen allein mit der Erhöhung der EEG-Umlage begründet werden und Wechselmöglichkeiten zu Anbietern prüfen, die ihre Einkaufsvorteile an die Verbraucher weitergeben.”
Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur

Die aktuellen hohen Strompreise sind daher nicht durch die Einspeisevergütung für Photovoltaik in 2010 zu rechtfertigen. (Siehe auch unseren Kommentar zum Strompreis: Der behauptete unmittelbar ursächliche Zusammenhang von Strompreis und Einspeisevergütung ist ein politisches, aber kein sachlich richtiges Argument zur Photovoltaik im Jahr 2010.


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